European Harmonies
▶Summary
Die jungen OrchestermusikerInnen sollten in ihrer Selbstwahrnehmung, in ihren musikalischen und sozialen Fähigkeiten, in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Einsicht in den internationalen Kultur...
▶Objectives
Die jungen OrchestermusikerInnen sollten in ihrer Selbstwahrnehmung, in ihren musikalischen und sozialen Fähigkeiten, in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Einsicht in den internationalen Kulturbetrieb gestärkt werden. Gleichzeitig sollten sie auf die tertiäre Ausbildung, die ja für die meisten in den nächsten Jahren folgen wird, vorbereitet werden. Der Bereich der Musikuniversitäten ist ganz besonders internationalisiert und wird von einem harten Wettbewerb begleitet – es ist schwierig, überhaupt einen Studienplatz an einer Kunstuniversität zu bekommen. Das Projekt “European Harmonies” bot den jungen MusikschülerInnen im Rahmen eines internationalen Jugendorchesterprojekts die Möglichkeit, ihren Ausbildungsstand miteinander zu vergleichen und in ihrer peer group voneinander zu lernen. Dabei sollte es aber nicht um Rivalität, sondern um eine gesunde Konkurrenz gehen.
▶Activities
Die Hauptprojektphase fand vom 23. bis 30. Juli 2023 im ungarischen Veszprem (europäischen Kulturhauptstadt 2023) statt. Sie umfasste Registerproben, Tuttiproben, Reflexionstreffen, Aktivitäten zur Stärkung des sozialen Miteinanders und insgesamt drei Konzerte. Dabei handelte es sich um ein von den SchülerInnen selbst organisiertes Kammermusikkonzert und zwei Orchesterkonzerte des als “Young International Orchestra” auftretenden Orchesters aus österreichischen, estnischen, lettischen, ungarischen und (als Gäste) deutschen SchülerInnen (28. Juli in Veszprem, 29. Juli in Budapest). Dabei wurden Werke von Dvorak, Johann Strauß und den ungarischen Komponisten Kodaly und Dohnanyi aufgeführt. Als sinnvolle Ergänzung nahm auch ein ungarisches Jugendstreichorchester an den Konzerten in Veszprem und Budapest mit einem kurzen Beitrag teil.
▶Impact
Das Projekt hat wichtige Resultate gebracht. Zum einen ist es gelungen, ein künstlerisch hochwertiges Konzertprogramm zu erarbeiten und zu präsentieren. Dafür war ein lang diskutierter und ausgeklügelter Probenplan nötig, der gut funktioniert hat. Zum anderen haben sich gute Einsichten im Laufe des Erarbeitungsprozesses ergeben: Verschiedene Ansichten über die beste Art der Erarbeitung von Orchesterwerken wurden diskutiert und reflektiert. Dabei sind sich die SchülerInnen, aber auch die LeiterInnen der nationalen Organisationsteams über die Stärken und Schwächen der eigenen Ansätze bewusst geworden. Zusätzlich hat der künstlerische Erfolg die gewünschten Ziele gebracht: Stärkung des Selbstbewusstseins, der kommunikativen Fähigkeiten und auch der sozialen Fähigkeiten. Für das Zusammenwachsen des Orchesters zu einer Einheit waren neben den künstlerischen Tätigkeiten auch andere Aktivitäten wichtig, die seitens der Projektleitung bewusst eingesetzt wurden. Aus fast 90 “Individuen” wurde am Schluss ein homogener Klangkörper, der harmonisch aufeinander achtete und musizierte.